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Samstag, 06. Dezember 2025
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Editorial FUNKAMATEUR 12/2025


Ham Spirit, quo vadis?

Vor einigen Tagen antwortete ich auf Kurzwelle auf den allgemeinen Fonie-Anruf eines deutschen Funkamateurs und verwendete dabei einen Transceiver mit einer Sendeleistung von 5 W. Nachdem mein Gesprächspartner dies während der Stationsvorstellung erfuhr, äußerte er recht deutlich sein Missfallen über meinen QRP-Betrieb.

Er selbst „mache 1000 Watt“ und ich solle doch auch für mehr Leistung sorgen und die Antenne höher hängen oder mir gleich eine bessere zulegen. Er habe extra einen Kopfhörer aufsetzen müssen, um mein schwaches Signal hören zu können. Ich beendete diese Verbindung daraufhin, schließlich wollte ich das Gehör des Funkfreunds nicht weiter „strapazieren“. Nun meldete sich ein weiterer Funkamateur, und von da an wurde es spannend: Wer mit kleiner Sendeleistung arbeite, so hieß es, wolle nur Anerkennung. Mehrere hundert Watt Output seien das einzig Wahre. Er könne dem QRP-Betrieb ohnehin nichts abgewinnen und würde derartige Anrufe daher strikt ignorieren.

Während ich diesem Gespräch folgte, fragte ich mich, wieso der eine Funkfreund mit 1000 W Ausgangsleistung sendete. Kannte er die Bestimmungen der Amateurfunkverordnung nicht, oder wollte er nur provozieren?

Nun, große Sendeleistung und eine hoch aufgehängte Antenne allein sind keineswegs Garanten dafür, mit lautem Signal von der Gegenstation gehört zu werden. Weitere physikalische Faktoren spielen hierbei eine Rolle, das sollte einem Funkamateur bekannt sein.

Aber nicht nur solche unschönen und aus meiner Sicht dem Geist des Amateurfunks widersprechende Begebenheiten geben mir zu denken. So beobachte ich immer wieder auf dem Wasserfalldisplay meines softwaredefinierten Empfängers SSB-Signale, die 7 kHz oder 9 kHz breit sind und damit ein Vielfaches der erlaubten 2,7 kHz betragen. Eine Ursache dafür liegt oft in einer Übersteuerung des Mikrofoneingangs, die auf den Einsatz externer Tonstudiotechnik zurückzuführen ist, um die Audioqualität kommerzieller Rundfunkstationen zu erreichen. Von Modifikationen des Transceivers zwecks Überschreitung der werksseitig festgelegten Bandbreiten des Sendefilters gar nicht zu reden.

In der Welt der Digimodes sieht es nicht anders aus. Dort sind Übersteuerungen schnell geschehen, wenn man nicht auf die korrekte Einstellung des NF-Pegels in der jeweiligen Software achtet. Um nicht falsch verstanden zu werden: Gegen „Legal Limit“ und eine Optimierung des Audiosignals ist überhaupt nichts einzuwenden. Ich höre oft Stationen mit einem warmen, leicht basslastigen Klang, der durchaus Rundfunkqualität erreicht und bei denen das Ausgangssignal dennoch im vorgeschriebenen Rahmen bleibt. Bei anderen hingegen wäre etwas weniger mehr, wenn das übersteuerte Sendesignal zu Störungen auf benachbarten Frequenzen und somit für Unmut bei anderen Funkamateuren sorgt.

Dem kann man durch eine Kontrolle der eigenen Aussendungen leicht entgegenwirken. Hierzu lässt sich eines der per Internet zahlreich zugänglichen Web-SDRs heranziehen. Viele erlauben zudem die Aufzeichnung der Aussendung, sodass man diese in Ruhe überprüfen kann.

Wir dürfen ein faszinierendes Hobby ausüben, welches uns in vielerlei Hinsicht Freiheiten gewährt. Damit gehen allerdings gewisse Verpflichtungen einher. Vielleicht hilft der gelegentliche Blick in den Radio Amateurs Code (Ham Spirit), den Paul M. Segal, W9EAA, einst verfasste.

Ich wünsche uns allen eine besinnliche und friedvolle Adventszeit!

Frank G. Sommer, DC8FG


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