1964: Der 500.000 Fernsehteilnehmer in Berlin
2025-08-25
Ein Fernsehbeitrag aus der Zeit, in der die ARD noch nicht versuchte, die E-Mails fremder Leute einzukassieren und für eigene Zwecke auszuwerten und noch nicht als Staatsfunk beschimpft wurde. Doch auch damals gab es bereits Leute, die die Rundfunkgebühren nicht zahlen wollten. Etwa 1000 Mal im Monat musste die zu diesem Zeitpunkt für das Einziehen der Rundfunkgebühr noch zuständige Post Berliner Rundfunkteilnehmern die Genehmigung wegen Nichtzahlung entziehen; in 300 Fällen kam es zur Zwangsvollstreckung.
Fast 900.000 Rundfunkteilnehmer waren in Berlin registriert. Die Rundfunkstelle der Landespostdirektion führte Buch über Rundfunkteilnehmer, deren Zahlungsweise und Zahlungsmoral. Aus der stetig wachsenden Zahl der Fernsehteilnehmer – 300 kamen täglich hinzu – wurde die 500.000. Neuanmeldung ermittelt und die betreffende Berlinerin von SFB-Intendant Walter Steigner ausgezeichnet.
Dabei bekam nicht jeder eine Genehmigung zum Fernsehen: Wer vorher schon einmal nicht gezahlt hatte, war auf einer Sperrliste und hatte postalisches Fernsehverbot.
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