„Alles Licht, das wir nicht sehen“: Eine Radiogeschichte
2025-09-05
Ein ungewöhnlicher Buch- und Filmtipp. Anthony Doerr schrieb „Alles Licht, das wir nicht sehen“ – ein Buch, das in den USA zum Bestseller wurde und seinem Autor 2015 den Pulitzer-Preis einbrachte. Von der Handlung und dem Ambiente erinnert es etwas an die Indiana Jones-Filme mit einer guten Portion Mystik und Nazis, die einem Schatz nachjagen. Die Literaturkritik stufte es als Grenzgänger zwischen Unterhaltungsliteratur und „großer Literatur“ ein: „Vielleicht könnte Doerr große Literatur schreiben, wenn er das wirklich versuchen würde.“, so ein Kritiker.
In Deutschland stand dem großen Erfolg vermutlich etwas im Weg, dass die Deutschen darin eben vornehmlich als Bösewichte vorkommen – mit einer Ausnahme: Werner, einem Radio-Genie. Und einer langen Geschichte vom Radio hören auf Kurzwelle und dem Träumen von einer besseren Welt. Der schlimmste Nazi hört übrigens ernsthaft auf den Namen Reinhold von Rumpel, ein arischer Fachmann für Edelsteine.
Immer noch mit bedrohend dunklen Kriegsszenen, doch etwas sachlicher als das Buch ist die Verfilmung als Miniserie in vier Teilen im Auftrag von Netflix. Sie ist deshalb abgesehen von einigen Trailern auch nur dort mit einem Abo anzusehen, doch für alle Funkfreunde mit Netflix-Zugang empfehlenswert.
DL2MCD, tnx Info DL1BAJ


