Anhaltende Aurora-Bedingungen
2026-01-21
Die aktuelle Polarlicht-Aurora-Lage kam schneller als erwartet, weshalb viele den ersten Ausbruch mit Polarlichtern bis in die Alpen verschliefen und verebbt zum Ausgleich dafür auch deutlich langsamer: Wir gehen nun in den dritten Tag mit stark angehobener Aurora-Aktivität.
Die Stürme begannen am 19. Januar, als ein extrem schneller koronaler Massenauswurf (CME) auf die Erde traf und einen schweren geomagnetischen Sturm der Klasse G4 auslöste. Eigentlich sollte dieser am nächsten Tag vorbei sein. Doch auch heute, am 21. Januar, will der Sturm einfach nicht abklingen. Starke Stürme (Klasse G3) sind immer noch im Gange, während unser Planet durch das unerwartet starke Nachspiel der CME zieht. Das HF-Referat des DARC meldet:
Aufgrund des CME-Einflusses wird zunächst eine geomagnetische Aktivität der Stärke G3-G4/Kp 7-8 erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass die geomagnetische Aktivität über die nächsten 24 Stunden langsam auf ein aktives Niveau (Kp4) zurückgeht. Die Sonnenaktivität ist moderat (M1.1 21/0135 UT), der S4-Protonensturm hat abgenommen (S1). Weiterhin moderates Flarerisiko (M 60% X 15% Proton 75%); stark gestörte HF-Bedingungen.
Um 0612 UTC (7.12 Uhr MEZ) erging die letzte Flare-Warnung eines M3.4-Class-Flares.
Es lohnt sich also auch heute noch, Himmel und Funkbänder zu beobachten und Störungen im normalen KW-Betrieb, aber Aurora-Verbindungen in den höheren Bändern zu erwarten.
DL2MCD


