CES 2026: Im Westen wenig Neues
2026-01-15
Die letzten Jahre war die CES in Las Vegas voll von neuen Smartphones, Computern, Fernsehern, Autos, Toiletten und anderen Gimmicks. 2026 halten sich wirklich erwähnenswerte Neuerungen jedoch in Grenzen.
IKEA will Bluetooth-Brüllwürfel in Bonbonfarben unter 10 € auf den Markt bringen, Dell geht zu früheren, beliebten Typenbezeichnungen zurück, wirbt nicht mehr mit KI-tauglichen Geräten mit entsprechender Bestückung und zeigt einen PC-Bildschirm mit 52 Zoll (132 cm) Diagonale. Da passt dann hoffentlich wirklich das ganze Internet drauf.
Große Displays und bunte Lautsprecher
Pocketbook und Pininfarina nutzen farbige E-Ink-Displays als elektronische Bilderrahmen mit bis zu 40,5 Zoll (103 cm) Diagonale. Diese laufen ein Jahr mit einer Akkuladung und kosten in der edelsten Ausführung 6000 €. Zugegeben immer noch billiger als ein echter Picasso.
Shokz präsentiert Open-Ear-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung, was ein Widerspruch in sich ist: Die Ohren bleiben offen, damit man alle Umgebungsgeräusche hört, und die Elektronik versucht dann, genau dieses wieder zu verhindern. Das Ergebnis ist wie zu erwarten eher durchwachsen.
Samsung bringt den x-ten internetfähigen Kühlschrank, der nun mit KI auch noch gleich Einkaufslisten mit Bildern der einzukaufenden Lebensmittel aufs Smartphone schicken kann und den die Welt ebenso wenig braucht wie seine Vorgänger. Zudem kann man diesen Kühlschrank nicht mehr normal mit einem Griff öffnen, sondern nur noch per Sprachkommando. Fragwürdig, einziger Vorteil: Ist die zulässige Kalorienzahl überschritten oder der Benutzer zu betrunken, um noch verständlich zu sprechen, gibt es keinen Kuchen oder Bier mehr.
Staubsauger mit Beinen und telefonierende Toilette
Bosch stattet seine neuesten Kaffeemaschinen nun auch mit KI und Alexa-Sprechsteuerung aus. Wer also in einem Starbucks von der Kaffeeauswahl überfordert ist, steht dann zuhause zukünftig vor demselben Problem. Der neueste Roborock Saugroboter namens Rover kann nun auch mit „Hühnerbeinen“ Treppen steigen und sich so durchs ganze Haus saugen, so der Akku hält. Ob er dann nach getaner Arbeit auch gackert?
Schließlich gibt es auch wieder eine elektronische Toilette. Diesmal mit automatischem Anrufservice, gedacht für pflegebedürftige Angehörige. Suchen diese eine einstellbare Zeit lang ihr Örtchen nicht mehr auf, alarmiert dieses die Angehörigen – hoffentlich nicht auf dem Klo. Gut für alle, die schon immer einmal mit einer Toilette telefonieren wollten...
DL2MCD nach PIs


