Deep Space Network war durch Waldbrände in Spanien gefährdet
2026-08-05
Die Funkantennen von ESA und NASA scheinen die Waldbrände in Spanien überstanden zu haben, auch wenn am Madrid Deep Space Communications Complex (MDSCC) einige Kabel verbrannt sind. Die Gebäude oder die Antennen selbst sind jedoch nicht betroffen. Endgültig können die entstandenen Schäden aber noch nicht beurteilt werden, wie The Register berichtet.
Die Anlage ist Teil des Deep Space Network (DSN) der NASA und verfügt über mehrere Antennen, darunter DSS-63, eine Antenne mit einem Durchmesser von 70 m. Die NASA verfügt über zwei weitere 70-m-Antennen, eine in Goldstone in Kalifornien und eine in Canberra in Australien. Alle wurden ursprünglich als Parabolspiegel mit einem Durchmesser von 64 m gebaut, jedoch von 1982 bis 1988 auf 70 m erweitert, um ihre Empfindlichkeit zu erhöhen und so die Begegnung von Voyager 2 mit Neptun zu unterstützen.
Die 70-m-Antenne in Goldstone wurde allerdings bereits im vergangenen Jahr während der Unterstützung der Juno-Mission überdreht und beschädigt. Schäden am Brandbekämpfungssystem führten zudem zu erheblichen Überschwemmungen. Die Reparaturen und Modernisierungen sollen bis Oktober 2028 abgeschlossen sein.
Auch die ESA betreibt eine Anlage in Spanien. Ihre Cebreros-Antenne, die sich etwa 77 km westlich von Madrid befindet, war ebenfalls durch die Waldbrände gefährdet, wurde aber laut ESA-Chef Josef Aschbacher wieder als „Grün für den Normalbetrieb“ eingestuft. Die Cebreros-Station, auch bekannt als Deep Space Antenna 2, feierte im September 2025 ihr 20-jähriges Jubiläum seit ihrer Einweihung. Sie wird für die Kommunikation mit Missionen wie Mars Express und Solar Orbiter genutzt.
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