Doku: Artemis II – Zurück zum Mond - mit Funkamateuren
2026-01-31
Es verzögert sich, doch ab dem 6. Februar 2026 soll es tatsächlich so weit sein: Die NASA bereitet mit Artemis II den ersten bemannten Mondflug des 21. Jahrhunderts und den ersten seit Apollo 17 vor. Bis zum Start der Mission Anfang 2026 durchlaufen vier Astronauten – Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen – ein intensives Trainings- und Simulationsprogramm. Artemis II markiert einen Meilenstein für künftige Marsmissionen und die Rückkehr zum Mond – mit dem Ziel einer dauerhaften Präsenz.
Die etwa zehntägige Mission führt die Crew zunächst in die Erdumlaufbahn, bevor die Raumkapsel Kurs auf den Mond nimmt. Anschließend umfliegt sie ihn in großem Bogen, ehe die Astronauten zur Erde zurückkehren. Damit werden sie die ersten Menschen sein, die sich seit über 50 Jahren so weit von der Erde entfernen. Die deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer erklären zusammen mit anderen Raumfahrt-Experten, wie die Mission abläuft und warum sie überhaupt gemacht wird.
Die NASA setzt bei Artemis II auf das Space Launch System (SLS), eine der leistungsstärksten Raketen der Welt, und die Orion-Kapsel – beide wurden bereits bei der unbemannten Mission Artemis I (2022) erfolgreich getestet. Mit Artemis III will die NASA wieder auf der Mondoberfläche landen – nach derzeitiger Planung im Jahr 2027.
Arte TV zeigt die Dokumentation erstmals am Samstag, den 21. Februar 2026 um 21.45 Uhr. Sie wird wiederholt am Dienstag, den 10. März 2026 um 10.25 Uhr und ist online verfügbar vom 14. Februar bis zum 20. April 2026. In der ARD-Mediathek ist sie schon jetzt zu sehen.
Dabei sind auch Funkamateure am Boden beteiligt: Im Rahmen der bevorstehenden Artemis-II-Mission hatte die NASA Institutionen und Ehrenamtliche aufgerufen, sich mit ihren Antennensystemen an einem Experiment zur Erfassung von Einweg-Dopplermessungen der Orion-Kapsel in der Erdumlaufbahn und im cislunaren Raum teilzunehmen.
Das Space Communications and Navigation Program (SCaN) der NASA hat nun die Liste der ausgewählten Bodenstationen veröffentlicht. Neben Universitäten und kommerziellen Satelliten-Bodenstationen sind auch mehrere Amateurfunkvereinigungen beteiligt. U.a. die AMSAT-DL mit ihrer Antenne in Bochum und die AMSAT Argentinia, aber auch das ARISS „Amateur Radio Exploration (AREX) Ground Station Consortium“, das fünf weitere Teams enthält. Darunter finden sich das Amateurfunk-Teams in Goonhilly (England), USC Kalifornien, ein deutsches Team um Matthias Bopp, DD1US, ein polnisches Team um Tomasz Blazej, SP5POT, sowie ein Team in Dayton/Ohio.
Das aus dem ARISS-Umfeld entstandene AREX-Projekt beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung, Installation und Betrieb von Amateurfunk auf zukünftigen astronautischen Raumfahrtzeugen internationaler Agenturen und Industriekonsortien außerhalb der Erdumlaufbahn. Darüber informiert Oliver Amend, DG6BCE.
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