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FT2: Schnellere Modifikation von FT8 und FT4

2026-02-19

FT2 im Vergleich (Grafik: The DX Zone)
Zum Vergrößern anklicken!

FT8 hat sich als optimale Betriebsart für extrem schwache Signale erwiesen. Doch nicht immer sind die Funkbedingungen so angespannt, und bei besseren Bedingungen wäre auch eine höhere Datenrate möglich. Dies wurde mit FT4 umgesetzt – und nun mit FT2.

Am 16. Februar 2026 um 22:47 UTC meldete eine kleine Gruppe italienischer Funkamateure den ersten erfolgreichen Signalaustausch unter Verwendung einer modifizierten WSJT-X-Codebasis, die auf ein Ziel ausgerichtet war: FT-QSOs mit extremer Geschwindigkeit.

Es handelt sich hierbei nicht um eine offizielle WSJT-X-Version und auch nicht um ein endgültiges Protokoll. Es ist ein frühes „In-the-Wild”-Experiment, das auf einer Abspaltung von WSJT-X v3.0.0-rc1 basiert und den Namen Decodium 3 v3.0.0-rc1 trägt. Damit soll evaluiert werden, wie weit die Übertragungszeit komprimiert werden kann, wenn die Signale stark und die Bedingungen günstig sind.

Während der ersten Tests haben die Stationen IZ8VYF, IZ8XXE und IC8TEM Berichten zufolge vollständige Kontakte in etwa 7 bis 11 Sekunden hergestellt.

Typische End-to-End-Zeit

FT8: ~60 Sekunden (15 Sek./Zyklus) ~ 60 QSOs/h
FT4: ~30 Sekunden (7,5 Sek./Zyklus) ~ 120 QSOs/h
FT2 (experimentell): ~11 Sekunden (3,8 Sek./Zyklus) ~ 240 QSOs/h

Die Geschwindigkeit von FT2 resultiert aus einem viel kürzeren T/R-Fenster

Zykluslänge: ~3,75–3,8 Sekunden
Modulation: 8-GFSK (wie bei FT8/FT4 verwendet)
Nutzlast: 77 Bit (gleiche Nachrichten-Nutzlastgröße)
Empfindlichkeit (erste Beobachtungen): Dekodierung bei etwa -12 bis -14 dB, was höhere SNR-Anforderungen als bei FT8 bedeutet

Wenn diese Eigenschaften bestehen bleiben, könnte FT2 besonders interessant für Hochgeschwindigkeits-Contests und intensive Pile-Ups sein, bei denen Geschwindigkeit wichtiger ist als die Empfindlichkeit bei schwachen Signalen.

FT2-Betriebsfrequenzen (aktuelle Testrufpunkte)

160 m: 1,843 MHz
80 m: 3,578 MHz
60 m: 5,360 MHz
40 m: 7,052 MHz
30 m: 10,144 MHz
20 m: 14,084 MHz
17 m: 18,108 MHz
15 m: 21,144 MHz
12 m: 24,923 MHz
10 m: 28,184 MHz

Den Testern zufolge sind die Binärdateien noch nicht öffentlich in Standard-Repositorys verfügbar und werden derzeit in einem begrenzten Kreis (u. a. über eine private WhatsApp-Gruppe) geteilt, um das Feedback zu kontrollieren, während das Protokoll noch weiterentwickelt wird.

Das Projekt wird als „Made in Italy” beschrieben und wurde von IU8LMC mit Unterstützung des ARI Caserta Teams entwickelt. Erste Aktivitäten wurden Berichten zufolge auf 40 m und 80 m protokolliert, wobei vor einer breiteren Veröffentlichung weitere Verfeinerungen erwartet werden.

Derzeit kann der WSJT-X-Fork über die DECODIUM-Seite heruntergeladen werden.

Wann wird der FT2-Modus offiziell veröffentlicht?

DECODIUM ist im Grunde eine Fork der von K1JT entwickelten Open-Source-Software WSJT-X. Wie bei anderen Fork-Entwicklungen wurden einige Verbesserungen in Release Candidates und dann in offiziellen Releases aufgenommen. Basierend auf der aktuellen Entwicklungszeit des WSJT-X-Projekts gehen wir davon aus, dass dies noch einige Monate dauern wird.

FT2 ist als potenzieller „RTTY-Ersatz” für moderne digitale Wettbewerbe positioniert. Da ein FT2-Kontakt nur 11 Sekunden dauert, verglichen mit 60 Sekunden bei FT8 oder 30 Sekunden bei FT4, bietet es einen erheblichen strategischen Vorteil in Wettbewerben.

Wie verhält sich die FT2-Bandbreite im Vergleich zu FT8 und FT4?

Basierend auf den technischen Spezifikationen in der experimentellen Dokumentation benötigt FT2 deutlich mehr Bandbreite als seine Vorgänger, um seine hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

Hier ist der Vergleich der Bandbreiten:

FT8: 50 Hz
FT4: 83 Hz
FT2: ~150 Hz

FT2 belegt etwa die dreifache Bandbreite von FT8 und fast die doppelte Bandbreite von FT4.

Diese erhöhte Bandbreite ist ein notwendiger Kompromiss, um die Datenlast in einen 3,8-Sekunden-Zyklus zu integrieren. Die Entwickler weisen ausdrücklich darauf hin, dass FT2 aufgrund der Verwendung von ~150 Hz pro Signal nicht für „schmale Bänder mit begrenztem Spektrum” empfohlen wird.

Künstliche Intelligenz diente als wichtiges „Entwicklungswerkzeug” für die Erstellung von FT2. Das verwendete KI-Modell war Claude (Anthropic). Die KI unterstützte den Entwickler (IU8LMC) bei der Modifizierung des WSJT-X-Quellcodes (insbesondere Version 3.0.0-rc1).

FT2 erfordert eine deutlich bessere Taktsynchronisation als FT8

Laut der technischen Vergleichstabelle in der Dokumentation ist die Toleranz für die Taktgenauigkeit beim neuen Modus viermal geringer:

FT8: Erlaubt einen Taktfehler von ±200 ms.
FT2: Erfordert eine Taktgenauigkeit von ±50 ms.

Da der gesamte Sende-/Empfangszyklus in FT2 auf nur 3,8 Sekunden komprimiert ist (im Vergleich zu 15 Sekunden bei FT8), ist der Spielraum für Fehler im Timing viel geringer. Wenn die Uhr Ihres Computers um mehr als einen Bruchteil einer Sekunde abweicht, verpassen Sie möglicherweise das gesamte Dekodierungsfenster.

Weitere Details und Messergebnisse auf The DX Zone

DL2MCD

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