Automobil-Zukunft: Vernetzte Warnleuchte statt Warndreieck
2025-05-18
Das Warndreieck ist den meisten Autofahrern dafür bekannt, dass sie es bei einer Fahrzeugkontrolle vorzeigen müssen und dann ebenso wie in einem echten Notfall hoffentlich noch wissen, wo es der Hersteller ihres Fahrzeugs denn platzsparend versteckt hat.
Mit der tatsächlichen Anwendung sind viele privaten und auch Berufskraftfahrer dagegen hoffnungslos überfordert. Sie müssen es ja auspacken, entfalten und gegebenenfalls auch im Dunkeln weit genug hinter dem havarierten Fahrzeug aufstellen, um andere Autofahrer rechtzeitig zu warnen. Wohlgemerkt hinter und nicht etwa neben dem Fahrzeug. Diese Veriante begegnete mir eines Nachts auf der Autobahn: Die rechte Autobahn-Fahrspur blockierte plötzlich ein großes Warndreieck! Daran links vorbeizufahren war nicht möglich, weil ich auf der linken Fahrspur bereits überholt wurde – und beim so erzwungenen Ausweichen auf den Standstreifen fuhr ich beinahe in den LKW-Fahrer, der dort gerade dabei war, einen Reifen zu wechseln.
Seit vielen Jahren gibt es außerdem orange Blinkleuchten, die im Dunkeln besser wahrgenommen werden als das Warndreieck, aber dieses nach Straßenverkehrsordnung bislang nicht ersetzen können.
In Spanien soll dies nun anders werden: Dort soll das Warndreieck ab 2026 zumindest auf Autobahnen verpflichtend durch ein smartes Warnlicht namens V16 ersetzt werden, das auf das liegengebliebene Fahrzeug gestellt wird statt dahinter. Über das Mobilfunknetz und die digitale Plattform DGT 3.0 soll die Warnlampe mit einer eSIM-Karte und einer Funkschnittstelle zudem anonym andere Fahrzeuge und die Rettungs- und Pannendienste über die Havarie informieren. Die neuen funkenden Warnblinkleuchten können bereits ab etwa 50 € gekauft werden.
DL2MCD


