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Server in der Blockhütte? Neuer Trend bei IT

2025-12-16

Computer und Holzblockhütten sind eigentlich ein Widerspruch, seit sich der sogenannte Una-Bomber in eine Holzhütte im Wald zurückzog, um Forscher und Professoren mit Briefbomben zu töten. Und seit dem ersten Prototypen des Apple I wurden auch keine Computer in Holzgehäusen mehr gesichtet. Auch Rechenzentren werden aktuell in Stahl und Beton erbaut – doch Holz etabliert sich zunehmend als nachhaltige Alternative. Sinnvoll oder ein wortwörtlicher „Holzweg“?

Der Markt für „Green Data Center" wächst weltweit. Für Deutschland prognostiziert die Credence Research Studie ein Wachstum des Marktvolumens von rund 2,88 Mrd. US$ in 2024 auf etwa 12,02 Mrd. US$ bis 2032 – das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 19,55%. Gründe sind strengere Umweltauflagen wie das deutsche Energieeffizienzgesetz (EnEfG) und steigende Energiekosten.

X-LAM, auch bekannt als Brettsperrholz (BSP) oder international als Cross-Laminated Timber (CLT) ist dabei der Schlüssel. Dieser Baustoff besteht aus kreuzweise verleimten Holzlagen und bietet Stabilität, Brandschutz und Nachhaltigkeit. Microsoft setzt beispielsweise beim Bau neuer Rechenzentren in Virginia auf Brettsperrholz, um die CO₂-Emissionen um 35% gegenüber der konventionellen Stahlkonstruktion und sogar 65% gegenüber der Betonfertigteilkonstruktion zu senken.

Aber wie steht es mit dem für Rechenzentren wichtigen Brandschutz? „Holz verhält sich im Brandfall gutmütig und vorhersehbar", erläutert proHolz in einer Dokumentation [PDF] zur Brandschutzeigenschaft von Holz. Bei einem Brand bildet sich an der Oberfläche eine Schicht aus Holzkohle, die den inneren Kern schützt. Moderne Brettsperrholzelemente erreichen problemlos die Feuerwiderstandsklasse F120 (120 Min. Feuerwiderstand). Damit werden die Anforderungen der Norm EN 50600 für Rechenzentren übertroffen und sogar Nachteile von Stahlbeton wie das Austreten von Feuchtigkeit im Brandfall vermieden.

IT Container “Eco Fix”: Holzbau in der Praxis

Ein konkretes Beispiel für die Umsetzung des Holzbau-Konzepts in der Rechenzentrumsbranche ist der "IT Container Eco Fix" von Prior1 [Whitepaper]. Das modulare Konzept bietet Platz für vier vollwertige 19"-Server-Racks, deren Gesamtkapazität der von fünf herkömmlichen 42-HE-Racks entspricht. Die vorgefertigten Module werden schlüsselfertig mit integrierter Klimatisierung, Stromversorgung und Sicherheitstechnik geliefert.

Dank der natürlichen Wärmedämmung des Holzes und einer hocheffizienten redundanten Kühlung mit natürlichen Kältemitteln erreicht das System einen sehr niedrigen PUE-Wert (Power Usage Effectiveness). Bei niedrigen Außentemperaturen übernimmt eine indirekte Freikühlung die Klimatisierung vollständig, d.h. ganz ohne Betrieb der Kältemaschinen. Das senkt die Betriebskosten deutlich. Zudem lassen sich die „Holzhäuser“ fürs Rechenzentrum in vier bis neun Monaten bauen statt 15 bis 24 Monate für traditionelle Massivbauten aus Beton oder Stahl. Prior1 installiert seinen fertigen Container sogar in wenigen Tagen.

Durch massive Holzstrukturen (≥ 140 mm Dicke) und die Integration von Alarmanlagen erfüllen solche Brettsperrholzmodule auch die Anforderungen an den Einbruchsschutz für Rechenzentren. Tatsächlich scheint also ein Holzbau für Rechenzentren – und natürlich auch Server- und Funkschränke an abgelegenen Standorten – eine interessante Alternative zu den heutigen Lösungen zu sein.

DL2MCD nach PI

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