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Johnny Cash als Telegrafie-Funker in Landsberg

2025-07-12

Johnny Cash wurde am 26. Februar 1932 als J.R. Cash geboren, er starb am 23. Dezember 2003. Er war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Country-Sänger und Songschreiber, trat auch in Film und Fernsehen als Schauspieler auf. Seine Stimme ist ebenso markant wie der Sound seiner Begleitband.

Bekannt sind seine Texte über Gefängnisse und Strafgefangene die er auch vor Strafgefangenen gespielt hat. Kaum bekannt ist jedoch, dass seine Karriere in Landsberg am Lech in Bayern begann.

Insgesamt hatte Cash noch sechs Geschwister, seine Mutter schenkte ihm seine erste Gitarre, als er 10 Jahre alt war. Als er 1950 zur US Air Force ging, musste er seinen Vornamen ändern lassen, da auch in den USA Initialen nur beim zweiten Vornamen erlaubt sind. Ab Oktober 1951 wurde Cash auf dem Fliegerhorst Penzing bei der 12th Radio Squadron Mobile (RSM) des United States Air Force Security Service (USAFSS) eingesetzt. Er hörte dabei Morsetelegrafie aus dem sowjetischen Funkverkehr ab. Im März 1953 war er der erste, der die Meldung von Stalins Tod empfing und in den Westen weitervermittelte. Ebenso ortet und entschlüsselt er das Signal des ersten sowjetischen Düsenbombers auf seinem Jungfernflug.

Er kaufte sich aber auch in Landsberg im Musikhaus Ballach für 20 DM eine Gitarre und begann dann nach Feierabend mit seiner Band, den Landsberg Barbarians aufzutreten. Hier ein Bericht des Bayerischen Rundfunks über jene Zeit. Nachdem er im Oktober 1951 im Kino in der Kaserne den Film Inside the Walls of Folsom Prison gesehen hatte, schrieb er den Folsom Prison Blues.

1954 hat er dann seine Militärzeit beendet und zog nach Memphis in die USA zurück. Dort arbeitete er tagsüber als Vertreter für Elektrogeräte und abends spielte er wieder in einer Band.

1955 wurde er bei Sam Philips vorstellig, dem Besitzer und Produzenten von Sun Records, der zuvor schon Elvis entdeckt hatte. Cashs erste Single erschien am 21. Juni 1955.

DL2MCD

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