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Keine Schokolinsen auf dem iPhone

2025-05-28

Dass Apple, Facebook oder wenigstens die NSA auf Smartphones mithören und uns dann mit Werbung zu den gehörten Begriffen zuballern oder die Einreise in die USA verhindern, wird immer wieder mal vermutet.

Dass Apple mithört bzw. -liest, ist nun sogar bewiesen. Wenn auch rein aus Sicherheitsgründen und die Gespräche werden dann auch nicht umgeleitet oder abgespeichert - aber auch nicht zugestellt.

Es geht um den Apple-eigenen Kurznachrichtendienst iMessage, mit dem ebenso wie bei Facebook Messenger oder WhatsApp auch Sprachnachrichten versendet werden können. Sehr beliebt beim Absender, erspart das Tippen, man kann dann seine Mitmenschen beim Spazierengehen mit dem Hund zeitsparend vollquasseln. Bei den Empfängern eher ungeliebt, obwohl es auch dafür Lösungsmöglichkeiten gibt.

Apple transkribiert die Sprachnachrichten dann auch in Text, um dem Empfänger das Abhören zu ersparen. Und hier liegt nun das Problem: Ob Harry und Sally, Dick und Doof, M&M oder Rambos Bar and Grill: Wenn dabei ein „&“-Zeichen entsteht, interpretiert es das Apple-Schutzprogramm BlastDoor als gefährlichen Schadcode und stellt Sprach- und Textnachrichten nicht zu.

Man darf also in diesem Land, aber auch im Ausland, inzwischen tatsächlich nicht mehr alles sagen, was aber ein rein technisches Problem ist. Dick und Doof triggern beispielsweise auf Facebook einen Alarm über Diskriminierung – hier dann nicht wegen dem „und“, sondern dem „Dick“, und über diesen Karnevalssänger sollte man besser auch nichts schreiben, da sein Nachname ein mittlerweile sehr kritisch gesehener Begriff ist und einem schnell eine mehrwöchige Facebook-Sperre einbringen kann.

DL2MCD, tnx Info Jörn Krieger

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