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Meteorschauer Lyriden mit Maximum um den 22. 4.

2026-04-16

Prinzipdarstellung Radiant der Lyriden; Grafik: FA
Anklicken vergrößert!

In der zweiten Aprilhälfte läuten die Lyriden traditionsgemäß die Meteorschauer-Saison ein. Zwar kann aufgrund der hohen Übertragungsraten des WSJT-Modes FSK441 das ganze Jahr lang über Reflexionen an sporadischen Meteoriten Meteorscatterfunk auf 6 m und 2 m durchgeführt werden. Doch der seit Anfang Januar erste große Schauer des Jahres vermittelt ein wesentlich intensiveres Funkerlebnis.

Bei 20 bis 30 sichtbaren Sternschnuppen pro Stunde vom 14. bis zum 30. April, mit dem Maximum am 22. April 2024 um 21:40 MESZ/19:40 UTC, lässt sich eine Meteorscatter-Verbindung doch deutlich schneller und planbarer komplettieren.

Als Verursacher gilt der Staubschweif des langperiodischen Kometen Thatcher. Dessen Umlaufbahn kreuzt mit einer Neigung von 80° fast senkrecht die Ekliptik. Deshalb wird er kaum von den gravitativen Einflüssen der großen Planeten gestört. Daher ist der Meteorstrom wenig ausgedehnt, was zu einem sehr spitzen Maximum der Aktivität führt und in einer ungewöhnlichen Langlebigkeit des Stroms resultiert. Die Lyriden sind bereits im Jahr 687 v. Chr. beobachtet worden und existieren vermutlich schon seit Millionen von Jahren.

Sternenfreunde finden das Sternbild Leier (lat. lyra), von dem die Meteore auszugehen scheinen, östlich des Herkules, der wiederum östlich des Bärenhüters (Bootes) steht. Das kann man sehr schön online auf der Sternenkarte von Dirk Matussek verfolgen. Die optische Sichtung dürfte bei entsprechendem Wetter in den frühen Morgenstunden des 23. April optimal sein, weil der Radiant mit 16 bis 18 Meteoren pro Stunde hoch am Himmel steht und der Mond nur schwach belichtet ist.

Red. FA/-rd und DL2MCD

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