Heute im RBB: Geheimnisvolle Orte – Der Fernsehturm
2026-03-25
Heute (25.3.2026) wird um 20.15 Uhr im RBB in der Reihe „Geheimnisvolle Orte“ eine 45-minütige Dokumentation über den Berliner Fernsehturm von Peter Scholl gezeigt.
Der Fernsehturm – das Wahrzeichen Berlins – der Höhepunkt
der Skyline, von überall zu sehen. Mit seinen 368 Metern ist er nicht nur das
höchste Bauwerk Deutschlands, sondern auch ein Symbol für den Wandel der Stadt.
Als der Fernsehturm am 3. Oktober 1969 nach nur vier Jahren Planungs- und
Bauzeit eröffnet wird, repräsentiert den sozialistischen Osten, den
Fortschritt, den Aufbruch. Mit seiner Eröffnung wird auch das Farbfernsehen in
der DDR eingeführt.
Das ist ursprünglich auch der Grund seines Baus: eine Anlage zum Senden des
DDR-Fernsehens. Doch schon seine Planung ist eine Geschichte von
Kompetenzwirrwarr und politischer Spannungen. So sollte der Fernsehturm
ursprünglich gar nicht in der Mitte Berlins stehen. Zunächst wird eine Anlage
in den Müggelbergen geplant und zum Flughindernis. Nach dem Mauerbau wird der
Fernsehturm zum Prestigeprojekt einer neuen, sozialistischen Mitte Berlins.
Dabei ist er im Grunde ein Schwarzbau und ein Millionengrab. Das Gelände, auf
dem der Fernsehturm steht, war einst eines der vier historischen Stadtteile
Berlins. Für seinen Bau werden die Reste davon vernichtet. Nur die Marienkirche
und das Panoramahaus bleiben erhalten.
Doch der Fernsehturm ist auch eine Erfolgsgeschichte. In Rekordzeit erbaut, die
Stahlkugel ein optisches und technisches Highlight mit 360-Grad-Blick. Von
Anfang an ist er ein Besuchermagnet und Verkaufsschlager in den Souvenirläden.
In den 1980ern ist er Treffpunkt der Breakdancer und Skateboardfahrer. Aber
auch heimlicher Ausguck der Stasi. Noch heute ist er der höchste Arbeitsplatz
Deutschlands - sein drehbares Restaurant wird seit Juni 2025 von Sternekoch Tim Raue geleitet.
Neben historischen Aufnahmen, Zeitzeugenberichten und Experteninterviews blickt
der Film von Peter Scholl hinter die Kulissen des Turms, unbekannte Orte in
seinem Inneren und zeigt atemberaubende Aufnahmen aus schwindelerregender Höhe.
Nach der Ausstrahlung wird der Film auch in der ARD Mediathek abrufbar sein.
DL2MCD nach PI


