Militär-Variante der Starlink-Satelliten sendet im Uplink-Band
2025-11-24
US-Satelliten, ob zivil – wir berichteten – oder militärisch haben es aktuell anscheinend ebenso wie terrestrische militärische Sendeanlagen – wir berichteten – immer wieder darauf abgesehen, in dafür nicht vorgesehenen Frequenzbändern zu senden.
Im Falle des Kasernenfunks auf den Fernsehfrequenzen ist dies kein Geheimnis – die BNetzA hat dies ja genehmigt. Ebenso hat die FCC es genehmigt, dass sich AST im 70-cm-Amateurfunkband breit machen darf. Doch prinzipiell nimmt sich das Militär heraus, überall zu senden, wo es mit der jeweiligen Hardware technisch möglich ist, und zwecks Geheimhaltung am besten auf Frequenzen, wo es niemand erwartet und nicht damit rechnet. Was dann allerdings auch das potentielle Störungspotential maximiert.
Der kanadische Satelliten-Beobachter Scott Tilley hat unerwartete Signale von den geheimen Starshield-Satelliten von SpaceX empfangen, die militärische Variante der Starlink-Satelliten, die unter der Regie der US-Regierung betrieben werden. Die Übertragungen kamen aus dem Frequenzbereich 2025…2110 MHz, der normalerweise für das Senden von Befehlen an Satelliten reserviert ist, also ein Schmalband-Uplink, und nicht für deren Empfang, also als Downlink. Bislang wurden Signale von 170 der rund 200 Starshield-Satelliten aufgezeichnet, die derzeit die Erde umkreisen.
Experten warnen, dass die Nutzung von gesperrten Frequenzbändern andere Satelliten und Raumfahrzeuge und wichtige Kommunikationsverbindungen stören und damit möglicherweise gegen internationale Vorschriften verstoßen könnte. Auch wenn der Grund dafür noch unklar ist - es könnte ja auch ein Bedienfehler sein -, wirft diese Entdeckung Fragen zur Transparenz moderner Weltraumoperationen auf und dazu, wie viel von den Aktivitäten im Orbit der Öffentlichkeit verborgen bleibt.
Quelle: Internationale Satellitenverfolgungsberichte; Beobachtungen von Scott Tilley, 2025.
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