„Telefonieren in der DDR“ – Probleme einer konfiszierten Infrastruktur
2025-05-13
In dieser hier leider beschnitten in einem mit Ostalgie verzierten Fernsehbildschirm eingepasst präsentierten Dokumentation aus dem Jahr 2007 wird das Telefonsystem der DDR bis zur Wende gezeigt.
Mit der Problematik, dass nach dem Zweiten Weltkrieg alle Fernmelde-Infrastruktur zur Reparation abtransportiert wurden außer dem „System 22“ von 1922, das sogar den Russen zu alt war und so als einzig verbliebene Technik zum Rückgrat des Telefonnetzes der DDR wurde. In Dresden wird dieses System heute noch funktionsfähig im Museum gezeigt – wir berichteten im FUNKAMATEUR 8/2013 auf S. 825.
Ein weiteres Problem war, dass die Vorwahlen für eine gewünschte Verbindung nicht landeseinheitlich waren, sondern sich in jeder Region unterschieden. Und die Leitungen so knapp, dass Doppel- und Vierfachbelegung zum Alltag zählten – oder „Mondscheinanschlüsse“, die tagsüber von einem volkseigenen Betrieb genutzt wurden und privat nur nachts zur Verfügung standen.
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