Varta droht Insolvenz und Zerschlagung
2026-08-06
Varta — eine 1904 eingeführte Abkürzung von „Vertrieb, Aufladung, Reparatur transportabler Akkumulatoren“ — wurde am 27. Dezember 1887 in Hagen gegründet. Heute sitzt das Unternehmen in Ellwangen. Doch ist es seit Jahrzehnten in der Krise und viele Firmenanteile waren verkauft worden.
2007 hatte man die Sparte für Mikroakkumulatoren zurückgekauft — wiederaufladbare Lithium-Ionen-Knopfzellen für Smartwatches und Bluetooth-Ohrhörer. Dank des Erfolgs der Apple iPods ein rentables Geschäft. 2019 wurde der Bereich Haushaltsbatterien zurückgekauft, die seitdem auch regelmäßig bei Discountern im Angebot sind.
Auch Akkumulatoren für Hybrid-Autos sind ein Geschäft, doch ein sinkendes, weil rein elektrisch angetriebene Autos die zukunftsfähigere Lösung sind. Natrium-Ionen-Akkumulatoren, eine interessante neue Technologie, sind dagegen erst in der Entwicklung — hier wären noch erhebliche Investitionen erforderlich.
Doch wird Apple die iPod-Knopfzellen zukünftig aus China beziehen. Mit dem Wegfall dieser wichtigsten Einnahmequelle musste Varta daher Insolvenz beantragen. Die finanzierenden Gesellschaften wollen nun das Unternehmen zerschlagen: Nur das Haushaltsbatteriegeschäft soll erhalten bleiben.
DL2MCD


