Voyager-Sonden auf „Notstrom“
2025-03-22
Um die Voyager-Raumsonden trotz abnehmender Energievorräte in Betrieb zu halten, werden geplant immer mehr wissenschaftliche Instrumente abgeschaltet. Man hofft so, sie noch über 2030 hinaus betreiben zu können, womit sie über 50 Jahre im Einsatz wären.
Das Teilsystem für kosmische Strahlung von Voyager 1 - eine Reihe von drei Teleskopen, die kosmische Strahlung, einschließlich Protonen aus der Galaxie und der Sonne, durch Messung ihrer Energie und ihres Flusses untersuchen sollen – wurde vor kurzem abgeschaltet. Das Instrument für geladene Teilchen mit niedriger Energie von Voyager 2 soll noch im März abgeschaltet werden.
Erst 2026 sollen dann weitere Abschaltungen folgen: Bei Voyager 1 das Instrument für geladene Teilchen mit niedriger Energie und bei Voyager 2 das Teilsystem zur Messung kosmischer Strahlung.
Die Voyager-Raumsonden sind mit zehn identischen wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, die nach und nach abgeschaltet werden. Einige davon waren für Planetenvorbeiflüge gedacht und werden daher ohnehin nicht mehr benötigt.
Ohne geplante Abschaltungen wären die Sonden bereits in ein paar Monaten am Ende. Und auch so kann jeder Tag ihr letzter sein: bei Kommunikationszeiten, die bald 24 Stunden erreichen, ist es nicht möglich, auf Krisensituationen schnell zu reagieren.
DL2MCD


