Neu: Vierbeiniger Funkmessdienst
2025-12-08
Das Karlsruher Sicherheitsunternehmen Hensec hat seit kurzem „Wanzen-Spürhunde“ im Einsatz. Neben herkömmlichen biologischen Bettwanzen können diese auch versteckte Abhörgeräte, Mikrokameras und andere digitale Spionageartikel erschnüffeln – und vielleicht auch die wieder einmal verlegte Fernbedienung.
Zum Einsatz kommen die Vierbeiner im Rahmen sogenannter TSCM-Aufträge. Das Kürzel steht für „Technical Surveillance Counter Measures“, also Abwehrmaßnahmen gegen Wirtschaftsspionage etwa bei Meetings, in Hotelzimmern oder am Verhandlungstisch. Die Wanzen-Schnüffler finden praktisch alles, was nach Elektronik riecht, vom Kugelschreiber mit integriertem Mikrofon über Handys, SIM-Karten und GPS-Tracker bis hin zu USB-Sticks, Festplatten und Speicherkarten aller Art. Hinter der ungewöhnlichen Task Force namens „Schwarzwald Dogs“ steht ein Team erfahrener Hundeführer, das die Hunde für diese Aufgaben selektiert und gezielt trainiert. Bei Drohnen müssen die Vierbeiner allerdings passen.
Der Hundeeinsatz ist dennoch die Ausnahme; in der Regel werden Funk-, Laser- oder optische Detektoren und intelligente Sonden verwendet. Diese spüren verdeckte Überwachungsgeräte anhand von Funkverbindungen (GSM, LTE, 5G, WLAN, Bluetooth etc.) auf. Sie finden sogar Geräte, die gar keine Signale aussenden, und versteckte Minikameras unabhängig davon, ob diese ein- oder ausgeschaltet sind. Eine spezielle GPS-Antenne aktiviert auch verborgene GPS-Tracker.
DL2MCD tnx Info Jörn Krieger


