Wie peilt die Bundesnetzagentur Störsender an?
2026-02-28
Man kennt es vielleicht noch aus dem letzten Jahrhundert, auch aus Spielfilmen wie „Piratensender Powerplay“ mit Thomas Gottschalk und Mike Krüger, den ich ausgerechnet am Tag nach meiner Amateurfunkprüfung in der Oberpostdirektion München, damals noch in der Maria-Josepha-Straße 13 im Kino sah und den Standort wiedererkannte: VW-Busse mit auffälligen Antennen auf dem Dach. Natürlich entkam der Schwarzsender von Thomas und Mike, ebenfalls im VW-Bus, immer dem "Gilb". Sonst wäre der Film ja auch nach 15 Minuten zu Ende gewesen und der Kinobesuch eine Enttäuschung geworden.
Es gibt auch heute noch Funkmesswagen, doch nur für Sonderfälle. Einerseits gibt es längst tragbare, unauffälligere Geräte – und andererseits automatische Überwachungsstationen, wie sie Arthur Konze, DL2ART, in diesem Video vorstellt. Die heute üblichen Peilverfahren stellt Arthur ebenfalls vor, die klassische Kreuzpeilung mit zwei Richtantennen an unterschiedlichen Standorten wird längst durch leistungsfähigere Systeme ergänzt.
Einzelne automatisierte Messtandorte gab es auch schon in den 1980ern – Schwarzsendern in der Nähe von München-Obermenzing war deshalb beispielsweise kein langes Leben beschieden. Doch auch heute können sich Störer nicht in Sicherheit wiegen. Und natürlich gibt es auch die Funkpeilwagen noch – diese haben wir in diesem Beitrag im Einsatz gezeigt.
DL2MCD


